Expedition Antarktis: Die Falklandinseln
Pinguine, Seelöwen und ein Heiligabend wie kein anderer
HANSEATIC Inspiration: Große Expeditionsroute intensiv mit Kap Hoorn (INS2500)
Wer an eine Antarktis Expedition denkt, hat meist Eisberge, Gletscher und riesige Pinguinkolonien vor Augen. Dabei beginnt die Reise oft schon lange vor dem ersten Eisberg. Die Falklandinseln gehören für viele Antarktis Kreuzfahrten zu den ersten Höhepunkten der Route und überraschen mit einer Landschaft, die so gar nicht in das klassische Bild einer Polarregion passen will.
Statt Schnee erwarteten uns grüne Hügel, weiße Sandstrände, eine beeindruckende Tierwelt und einige der schönsten Begegnungen unserer gesamten Reise.
New Island: Zu Besuch bei den Felsenpinguinen
Unser erster Landgang führte uns nach New Island im Westen der Falklandinseln. Bereits bei der Anlandung wurde deutlich, wie anders diese Inselwelt ist. Statt eisiger Kälte empfingen uns sattgrüne Wiesen und Temperaturen, die eher an einen frischen Herbsttag als an den Beginn einer Antarktis Expedition erinnerten.
Der eigentliche Star des Tages wartete jedoch nur wenige Gehminuten entfernt. Mehrere Kolonien von Felsenpinguinen hatten hier ihr Zuhause. Mit ihren roten Augen, den gelben Federstreifen und dem charakteristischen Federkamm wirken sie fast ein wenig wie die Punkrocker unter den Pinguinen.
Faszinierend war nicht nur ihre Erscheinung, sondern auch ihr Verhalten. Mit erstaunlicher Entschlossenheit stürzten sie sich die Felsen hinunter ins Meer und kämpften sich später mit vollem Magen wieder den Hang hinauf. Zwischen ihnen nisteten Albatrosse und Kormorane, die sich denselben Lebensraum teilen. Dieses Zusammenspiel verschiedener Arten aus nächster Nähe zu beobachten, gehört zu den besonderen Erlebnissen einer Expedition zu den Falklandinseln.
Begleitet wurden wir dabei von einem erfahrenen Expeditionsteam, das die Tierwelt erklärte und dafür sorgte, dass die Tiere nicht gestört wurden. Gerade dieser respektvolle Umgang mit der Natur macht den Unterschied zwischen einer klassischen Kreuzfahrt und einer echten Expeditionsreise aus.
Westpoint Island: Kuchen am Ende der Welt
Am selben Tag stand mit Westpoint Island ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm.
Nach einer Wanderung durch die offene Graslandschaft der Insel erreichten wir erneut eine Kolonie von Felsenpinguinen. Die Kulisse aus schroffen Klippen, tiefblauem Meer und den ständig kreisenden Seevögeln wirkte beinahe unwirklich.
Doch die größte Überraschung wartete am Ende des Ausflugs.
Auf Westpoint Island lebt die Familie Ericson, die seit vielen Jahren Besucher empfängt. Für unsere Reisegruppe war eine große Kaffeetafel vorbereitet worden. Frischer Kuchen, Tee und Kaffee mitten auf einer abgelegenen Insel im Südatlantik – damit rechnet wohl niemand.
Besonders beeindruckend war die Herzlichkeit, mit der wir empfangen wurden. Es war einer jener Momente, die sich nicht planen lassen und die eine Reise lange überdauern.
Den Abend verbrachten wir wieder an Bord. Mit einer heißen Schokolade auf dem Außendeck ließen wir die Erlebnisse des Tages Revue passieren und blickten gespannt auf die nächsten Stationen unserer Reise Richtung Antarktis.
Stanley: Die Hauptstadt der Falklandinseln
Am folgenden Morgen erreichten wir Stanley, die kleine Hauptstadt der Falklandinseln.
Bereits die Einfahrt in den Hafen war etwas Besonderes. Der Kapitän lud die Gäste spontan auf die Brücke ein, um das Anlegemanöver aus erster Reihe zu verfolgen. Unten am Kai warteten bereits die nächsten tierischen Bewohner der Inseln: Seelöwen, die sich von den ankommenden Besuchern vollkommen unbeeindruckt zeigten.
Am Nachmittag zog es uns zur Gipsy Cove, einer geschützten Bucht mit weißen Sandstränden und einer beeindruckenden Küstenlandschaft. Hier begegneten wir erneut Pinguinen, die am Strand zwischen den Wellen standen und die Szenerie eher wie einen Badeurlaub als eine Polarregion wirken ließen.
Die anschließende Wanderung führte durch die offene Landschaft rund um Stanley. Wind, Weite und die fast völlige Abwesenheit menschlicher Spuren verliehen dem Ort eine besondere Atmosphäre. Es war eines dieser Reiseerlebnisse, bei denen man das Gefühl hat, für einen Moment ganz allein auf der Welt zu sein.
Heiligabend zwischen den Falklandinseln und der Antarktis
Was uns von diesem Tag jedoch am stärksten in Erinnerung geblieben ist, war der Abend.
Heiligabend auf See, irgendwo zwischen den Falklandinseln und der Antarktis.
An Bord herrschte eine festliche Stimmung. Zur Weihnachtsgala erschien sogar der Weihnachtsmann persönlich und sorgte für viele lachende Gesichter. Besonders schön war, wie selbstverständlich Gäste und Crew diesen besonderen Abend gemeinsam feierten.
Anschließend versammelten sich alle zum festlichen Weihnachtsdinner. Draußen lag der Südatlantik, drinnen wurde gelacht, erzählt und auf die vergangenen Tage zurückgeblickt.
Es war kein klassischer Heiligabend. Und genau deshalb blieb er uns so nachhaltig in Erinnerung.
Fazit
Warum die Falklandinseln zu jeder Antarktis Reise gehören
Viele Reisende betrachten die Falklandinseln lediglich als Zwischenstopp auf dem Weg zur Antarktis. Nach unserem Besuch würden wir das anders sehen.
Die Inselgruppe verbindet eine außergewöhnliche Tierwelt mit einer überraschend abwechslungsreichen Landschaft. Pinguine, Albatrosse, Kormorane und Seelöwen begegnen einem oft aus nächster Nähe. Gleichzeitig sorgen die Weite, die Ruhe und die wenigen menschlichen Siedlungen für ein Gefühl von Abgeschiedenheit, das man in dieser Form nur noch selten erlebt.
Gerade diese Mischung macht die Falklandinseln zu einem der spannendsten Bestandteile vieler Antarktis Kreuzfahrten.
Wenn Sie selbst von einer Reise in die Antarktis oder zu den Falklandinseln träumen, beraten wir Sie gerne persönlich. Wir haben diese Route selbst erlebt und helfen Ihnen dabei, das passende Schiff, die richtige Reederei und den idealen Reisezeitraum für Ihre Expedition zu finden.