Expedition Südsee: Die Salomonen
Inselwelt voller Kontraste
Expedition Papua-Neuguinea, Salomoninseln und
Palau
Nach den ursprünglichen Dörfern Papua-Neuguineas hätten die Salomonen unterschiedlicher kaum beginnen können. Schon der erste Tag in Honiara zeigte uns eine andere Seite der Südsee: mehr Geschichte, mehr Stadt, mehr Kontraste, und mittendrin trotzdem dieselbe Herzlichkeit, die uns auf der ganzen Reise begleitet hat.
Honiara: Geschichte zum Anfassen
Der Tag begann mit einem Besuch im Nationalmuseum, wo uns traditionelle Holzschnitzereien, Muschelketten und Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg einen ersten Eindruck von der wechselvollen Geschichte der Salomonen gaben. Weiter ging es zum Central Market, dem pulsierenden Herzen der Stadt. Bananenstauden, riesige Auberginen und Bohnen, dazu wurde gehandelt, gelacht und gefeilscht, mitten im Trubel sogar unser eigener Kapitän auf der Suche nach frischem Nachschub für die Kombüse.
Deutlich stiller wurde es am American War Memorial auf dem Skyline Ridge. Von hier oben blickt man weit über Stadt und Meer, während Bronzeplatten an die Schlacht um Guadalcanal erinnern, eine der entscheidenden Auseinandersetzungen des Pazifikkriegs zwischen 1942 und 1943. Ein Moment, der einen unweigerlich innehalten lässt, bevor es weiter zum National Parliament ging, einem runden Bau, der symbolisch für die Einheit von mehr als 900 Inseln und über 70 Sprachen steht.
Am Nachmittag wurde es dann noch einmal besonders eindrücklich. Mit dem Zodiac fuhren wir zur Bucht von Roderick Bay, wo das Wrack der World Discoverer liegt. Vor rund 25 Jahren lief das Expeditionsschiff hier auf ein damals unkartiertes Riff und wurde vom Kapitän kontrolliert auf Grund gesetzt. An Bord hörten wir dazu gleich zwei Versionen der Geschichte: einmal nüchtern erzählt von einem ehemaligen Offizier, der damals selbst dabei war, und einmal hochemotional von einer ehemaligen Passagierin, die heute wieder mit uns reiste und genau in jener Nacht an Deck stand. Zwischen diesen beiden Erzählungen wurde Geschichte plötzlich sehr greifbar, fast so, als wäre man selbst dabei gewesen.
Owaraha: Eine Insel, die man sich verdienen muss
Wenige Tage später erreichten wir Santa Ana Island, von den Einheimischen Owaraha genannt. Statt eines gemütlichen Strandspaziergangs stand eine Inseldurchquerung an, fünf Kilometer durch dichten Regenwald, von der West an die Ostküste, ohne Abholung auf der anderen Seite. Nach einer eindrucksvollen Willkommenszeremonie ging es also zu Fuß über Wurzeln und Steine, mitten durch tropische Hitze.
Was diesen Tag aber wirklich besonders gemacht hat, waren die Begegnungen am Wegesrand. Kinder, die neugierig unsere Hände musterten, ein Dorf, in dem wir Kinder mit dunkler Haut und blondem Haar trafen, ein faszinierendes genetisches Merkmal, das hier über Generationen weitergegeben wird, und ein Besuch im Ahnenhaus, normalerweise für Frauen tabu, an diesem Tag aber ausnahmsweise zugänglich. Solche Momente lassen sich nicht planen. Sie entstehen einfach, wenn Menschen einen mit offenen Armen empfangen.
Tinakula: Ein vulkanisches Finale
Den krönenden Abschluss unserer Zeit auf den Salomonen lieferte schließlich der Vulkan Tinakula, der sich unbewohnt und rund 850 Meter hoch aus dem Meer erhebt und bis heute aktiv ist. Bei Tageslicht und später zur blauen Stunde umrundeten wir die Insel, dunkle Lavaströme und rauchende Krater im Blick, dazu ein kühler Sundowner an Deck. Ein Bild, das die ganze Bandbreite dieser Inselwelt noch einmal auf den Punkt brachte: wild, ursprünglich und überraschend.
Fazit
Warum die Salomonen anders berühren
Die Salomonen haben uns gezeigt, dass Südsee nicht gleich Südsee ist. Hier trifft echte Geschichte auf ursprüngliche Natur und auf Menschen, die einen mit derselben Offenheit empfangen wie überall auf dieser Reise, nur eingebettet in einen deutlich spürbareren Expeditionscharakter. Begleitet von erfahrenen Expertinnen und Experten, die uns Hintergründe, Geschichten und Sicherheit gleichermaßen mitgegeben haben, wurde aus jedem Landgang ein kleines Abenteuer mit Tiefgang.
Wenn Sie sich für eine Expeditionsreise zu den Salomonen interessieren, sprechen Sie uns gerne an. Wir haben diese Inseln selbst bereist und beraten Sie persönlich zu Routen, Reedereien und dem passenden Zeitpunkt für Ihre Reise.