Expedition Papua-Neuguinea
Zwischen Dschungelflüssen und versteckten Fjorden
Von Palau nach Fidschi mit der HANSEATIC spirit (SPI2520): Expedition Papua-Neuguinea
Es gibt Orte, an denen die Zeit ein anderes Tempo zu haben scheint. Papua-Neuguinea ist einer davon. Wild, ursprünglich und geprägt von einer Gastfreundschaft, wie wir sie selten erlebt haben. Auf unserer eigenen Expeditionsreise mit der HANSEATIC spirit standen zwei Tage besonders im Mittelpunkt: eine Fahrt auf dem legendären Sepik River und ein Landgang im Fjordland von Tufi. Beide haben uns bis heute nicht losgelassen, vor allem wegen der Menschen, denen wir dort begegnet sind.
Der Sepik River: Lebensader des Nordens
Früh am Morgen verließen wir das Schiff per Zodiac in Richtung Kopar, ein kleines Dorf nahe der Flussmündung, umgeben von Regenwald, Mangroven und Sümpfen. Schon beim Anlanden wurden wir mit traditionellen Begrüßungstänzen, Trommeln und Gesängen empfangen. Was uns dabei am meisten berührt hat, war nicht die Choreografie selbst, sondern die echte Freude, mit der uns die Menschen in Kopar willkommen geheißen haben. Strahlende Gesichter, neugierige Kinder, ein Lächeln, das man so schnell nicht vergisst.
Die Menschen in Kopar leben noch heute in Pfahlhäusern, fahren mit ausgehöhlten Kanus und pflegen ihre traditionellen Schnitz und Maskenkünste. Arbeiten, die weit mehr erzählen als bloße Kunsthandwerkskunst: Geschichten von Ahnengeistern, Naturgöttern und Übergangsritualen.
Am Nachmittag ging es dann mit dem Zodiac direkt auf den Fluss selbst, begleitet von unserem Expeditionsteam, das uns nicht nur sicher durch das dichte Ufergewächs führte, sondern auch viel Hintergrundwissen zur Region mitgab. Ein Erlebnis, das Vergleiche mit dem Amazonas nicht scheuen muss, nur mit deutlich wehrhafterer Vegetation am Ufer. Mit rund 1.126 Kilometern Länge gilt der Sepik als eines der großen, weitgehend unberührten Flusssysteme der Welt, ungezähmt und ohne Brücken oder Dämme. Biologisch gesehen ist er vermutlich das größte unbelastete Frischwasserreservoir im asiatisch pazifischen Raum. Erstmals erreichten Europäer den Fluss 1885 im Zuge einer deutschen Expedition. Sein damaliger Name, Kaiserin Augusta Fluss, erinnert noch heute an dieses Kapitel.
In der Blue Hour kehrten wir zurück an Bord, während sich die Sonne golden im Wasser spiegelte und feiner Nebel über dem Fluss lag. Ein Moment, der sich kaum in Worte fassen lässt.
Tufi: Das Fjordland Papua-Neuguineas
Ganz anders, und doch ebenso beeindruckend, präsentierte sich wenige Tage später Tufi in der Oro Provinz. Eine Landschaft, die man in der Südsee zunächst kaum vermuten würde: tief eingeschnittene, grüne Fjorde, umrahmt von türkisblauem Wasser. Per Zodiac und anschließend in traditionellen Auslegerbooten erreichten wir Baga Village, wo uns die Dorfbewohner mit Blumen, Tänzen und großer Herzlichkeit empfingen. Der Dorfälteste lud uns persönlich ein, für diesen Tag Teil seiner Gemeinschaft zu werden.
Genau das war für uns das eigentliche Highlight dieser Reise. Nicht allein die spektakuläre Landschaft, sondern das Zusammenspiel aus Natur, Kultur und echten Begegnungen mit Menschen, die uns gegenüber so offen, freundlich und glücklich waren, dass es ansteckend wirkte. Beim Rundgang durch das Dorf erhielten wir Einblicke in den Alltag. Frauen bereiteten Kokos Porridge zu und flochten Dächer aus Sago Palmblättern, an kleinen Ständen wurden Muschelketten, Schnitzereien und handgefertigte Körbe angeboten. Wer mochte, konnte sich, ganz der lokalen Tradition folgend, auch an einer Betelnuss versuchen, einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in weiten Teilen Melanesiens.
Auch hier war unser Expeditionsteam an unserer Seite, erklärte kulturelle Hintergründe und sorgte dafür, dass wir uns in jeder Situation sicher und gut begleitet gefühlt haben, ganz gleich wie ungewohnt die Umgebung gerade war.
Fazit
Warum diese Begegnungen bleiben
Sepik River und Tufi liegen nur wenige Tage auseinander und könnten landschaftlich kaum unterschiedlicher sein. Und doch verbindet beide Tage dasselbe Gefühl: Menschen, die uns mit einer Herzlichkeit und Lebensfreude begegnet sind, die man so selten erlebt. Genau diese Kombination aus eindrucksvoller Natur, gelebter Kultur und dem kleinen Abenteuer am Wegesrand macht für uns persönlich den Reiz einer Expeditionsreise nach Papua-Neuguinea aus. Begleitet von erfahrenen Expertinnen und Experten lässt sich diese Region auf eine Art entdecken, die abseits jeder touristischen Route liegt.
Wenn Sie sich für eine Expeditionsreise in diese Region interessieren, sprechen Sie uns gerne an. Wir haben Papua-Neuguinea selbst bereist und beraten Sie persönlich und mit eigener Erfahrung zu Routen, Reedereien und dem passenden Zeitpunkt für Ihre Reise.